:::: MENU ::::

Dante Alighieri Villach

Dante Alighieri Villach, bringt ein Stück Italien nach Kärnten!

Posts Tagged / neorealismus

  • Mai 16 / 2019
  • Kommentare deaktiviert für Filmabend – „Fahrraddiebe“, OmU

Filmabend – „Fahrraddiebe“, OmU

Das Stadtkino zeigt einen Klassiker des italienischen Kinos: „Ladri di biciclette“, 1948, von Vittorio de Sica. Originalfassung mit Untertiteln.

Einführung von Dr. Günther Clementschitsch.

In den Nachkriegsjahren prägten italienische Spielfilme, die eine durchaus realistische Beschreibung sozialer Realitäten in die Filmhandlung einbezogen, den Stil des Neorealismus. „Fahrraddiebe“ von Vittorio De Sica gilt als Höhepunkt dieses Filmschaffens, da er sowohl von Filmkritikern gelobt, wie vom Publikum angenommen wurde. Zudem erhielt er internationale Auszeichnungen u.a. 1949 den Oscar für den besten ausländischen Film.
Handlung: Rom 1948. Seit zwei Jahren schon ist Antonio Ricci (Lamberto Maggiorani), arbeitslos. Nun bekommt er einen Job als Plakatkleber angeboten, allerdings braucht er dafür ein Fahrrad. Schweren Herzens 3 wird der letzte gemeinsame Besitz von Maria und Antonio ins Leihhaus getragen und damit Antonios wertvolles Zweirad ausgelöst. Nun scheint es besseren Zeiten entgegen zu gehen. Allerdings ist das Glück von kurzer Dauer, denn schon nach einer Stunde ist Antonios Fahrrad gestohlen worden. Gemeinsam mit seinem achtjährigen Sohn Bruno (Enzo Staiola) begibt sich der Pechvogel auf die schwierige Suche nach seinem Gefährt bei der sie kreuz und quer durch die Stadt irren. Am Sportstadion glaubt der verzweifelte Antonio, endlich eine Lösung für sein Problem gefunden zu haben: das verlassen an einer Hauswand lehnende Fahrrad kommt ihm sehr gelegen. Vor dem Hintergrund von Not, Armut und Arbeitslosigkeit im geschäftigen Rom siedelt der Spielfilm Geschichte und Schauplatz der Handlung um einen Vater der aus Elend und Verzweiflung zum Dieb wird, an. Im geschäftigen Treiben verlieren sich Antonio und sein achtjähriger Sohn Bruno mit ihrem für sie so notwendigen Anliegen. Der Junge erlebt, wie sein Vater zu Unrecht wütend wird und ihn ohrfeigt, er begreift aber auch, dass der in seinen Augen so starke Mann an der Welt verzweifelt. Mit der Kamera ist das echte Leben eingefangen. Der Zuschauer spürt Gleichgültigkeit, schmunzelt über humoristisch in Szene gesetzten Alltag und fiebert vor Spannung mit, wenn Bruno und Antonio sich verlieren oder von einer empörten Menschenmenge gejagt werden. So ist der Filmklassiker nicht nur eindrucksvolles Zeitdokument sondern gleichermaßen ein bewegender Familienfilm, der viel Gesprächsstoff beinhaltet.